Spielerausflug Mosel 2004

Zum letztjährigen Spielerausflug an die Mosel erging die Einladung durch Manfred Gerlach, den späteren Reiseleiter sowie einzigem Mitglied der Anti-Alkohol-Kommission, doch dazu später mehr.

Termin war das Wochenende vom 18./19. September und Ziel das Weinfest in Pommern. Bei der Abfahrt Samstag morgens um 06:00 Uhr war die Laune bereits durchweg gut. Als die „Nachzügler“ eingefangen, die die „verschlafen“ haben bzw. „krank“ waren zurückgelassen waren konnte die Fahrt beginnen.

Nachdem die Anti-Alkohol-Kommission überstimmt worden war und das erste Pils die Kehlen hinunter lief wurde das der Anfang einer Odyssee, die Ihren Höhepunkt auf dem Weinfest in Pommern erreichen sollte.

 

Doch vorher wurde der malerische Ort Bernkastel-Kues besucht. Die Kulturstadt liegt direkt am Mosel-Ufer und bietet eine wunderschöne Altstadt mit zahlreichen Weinstuben, Fachwerk-Häusern und schönen Ausflugszielen. Nach einem kurzen Besuch im Stadtzentrum ging es mit dem Schiff weiter nach Traben-Trarbach. Auf dem Schiff wurde sogleich die erste Weinprobe abgehalten, wobei einige der Prüfer sich mit Einheimischen oder Besuchern auf dem Schiff über Beschaffenheit, Geschmack und Alkoholgehalt der Weinreben und des daraus entstandenen Saftes ausgetauscht haben. Die Fahrt verlief dennoch ruhig und gemütlich, es wurden Schwätzchen gehalten, einige wenige nutzten die Zeit für ein Erholungsnickerchen oder genossen einfach die Sonne an Deck.

In Traben-Trarbach angekommen wurde es Zeit für die angekündigte erste Wanderung. Diese führte am Moselufer entlang, durch die Weinberge über ca. 12km – nicht 7 oder 8 wie von der Reiseleitung beruhigend angekündigt – zur Straußenwirtschaft. Nachdem auch die letzten „verirrten“ Schafe eingefangen waren wurde dort die wohlverdiente Pause abgehalten mit Stärkungen für Körper und Geist, sprich Vesper und natürlich reichlich Traubensaft.

Der Bus brachte uns anschließend nach Hatzenport zu unserer Unterkunft, dem Hotel „Mosella“. Hier konnte sich jeder nach der anstrengenden Wanderung frisch machen, ausruhen und sich physisch und psychisch auf das bevorstehende Weinfest

in Pommern vorbereiten.

Das Weinfest in Pommern ist ein alljährliches Event in Pommern von dem Leute aus nah und fern anreisen. Lt. Augenzeugen wurde auch einige Bayern und Ossis - Entschuldigung – Mitbürger aus Ostdeutschland gesichtet die sich mit verrückten Japanern und Chinesen um die besten Plätze neben dem Weinfass gestritten haben.

Was soll man sagen ? Natürlich hat die Kavallerie aus Schwaben den Kampf gewonnen ! Nachdem weiß trocken, weiß halbtrocken, rot trocken usw. bestellt waren konnte das Unternehmen Weinfest gestartet werden. Es herrschte allgemein gute und gesellige Stimmung und jeder amüsierte sich. Doch auch das schönste Beisammensein endet einmal und so fuhren die einen mit dem Bus nach Hause und die anderen schon vorher mit einem Zug. Das dieser nicht direkt vor dem „Mosella“ Hotel gehalten hat sondern ein paar Stationen weiterfuhr hat unseren tapferen Krieger nicht gestört. Er hat dann den Heimweg zu Fuß angetreten bevor er sich ein Taxi 200m vor unserem Hotel genommen hat.

Am nächsten Tag waren alle mehr oder weniger pünktlich beim Frühstück und es wurde mit Spannung der weitere Tag erwartet. Dieser begann mit der Fahrt zur Burg Eltz zu der man aber eine kleine Wanderung durch den Wald in Kauf nehmen musste. Auf dieser Wanderung wurden einige unwissende über die am Vorabend

geschehenen Ereignisse informiert. Thema unter anderem waren die Mitgliedersuche für den Tierschutzverein eines Kameraden, sowie die genaue Definition von „Druckbetankung“ Für alle die diesen Begriff nicht kennen:

Unter Druckbetankung versteht man das kollektive Einnehmen von Flüssigkeit unter Rücksichtnahme auf allgemeine Umgangsformen in geselliger Runde. Wichtig hierbei zu erwähnen ist, das die Druckbetankung als erfolgreich gesehen werden kann wenn die Zielperson es nicht mehr schafft, ihren Zeigefinger auf die eigene Nase zu setzen bzw. damit beginnt in einer fremden Sprache zu reden die niemand kennt.

Anmerkung des Verfassers: Bei den Erprobungen am Weinfest kamen selbstverständlich weder Mensch noch Tier zu Schaden !!!

Die Führung auf der Burg Eltz war sehr informativ und gab Aufschluss über die Gepflogenheiten der damals lebenden Ritter. Besonders die Begriffe „gegen etwas gewappnet sein“, „sehen was der Gegner im Schilde führt“, „linke Bazille“ oder „das Herz am rechten Fleck haben“ wurden einleuchtend dargelegt.

Auch die schönste Führung geht einmal zu Ende und so wurde auf der Burg ein „Abschiedstrank“ eingenommen und man kehre anschließend ins Hotel zum Mittagessen zurück.

Nach dem Essen wurde die Heimfahrt angetreten die uns über das „Weltkultur-Erbe“ Speyers, der Münster Kirche führte. Nachdem die Besichtigung abgeschlossen war, ging es zur letzten Etappe des Ausflugs: Dem gemeinsamen Abendessen beim „Heurigen“ in Aichstrut.

Dort wurde dann der gemeinsame Abend verbracht und man kann mit Sicherheit sagen, das dieser Ausflug jedem in guter Erinnerung bleiben wird.

Deshalb noch mal ein herzliches Dankeschön an unseren Reiseleiter und einzigem Mitglied der Anti-Alkohol-Kommission Manfred Gerlach.

PROST !!!